Pycnogenol, der Extrakt der französischen Meereskiefer

Foto: Horphag Research

Die genutzten Meereskiefern wachsen seit der Zeit von Napoleon III. an der französischen Küste. Der Wald war in Auftrag gegeben worden, um die Erosion der sandigen Heidelandschaft durch die starken Atlantikwinde aufzuhalten, den Boden zu festigen – und gleichzeitig eine Holzwirtschaft zu etablieren. Französische Meereskiefern wachsen von den Weinbergen von Bordeaux im Norden bis zu den Pyrenäen im Süden von Biarritz – an der sogenannten Silberküste.

Für den Extrakt wird die Rinde von frisch gefällten Bäumen genutzt, die als Nutzholz, z.B. für die Herstellung von Möbeln und als Baumaterial, verwendet werden. Für alle gefällten Bäume werden neue Kiefern gepflanzt – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Vielfältige Wirkung inklusive

Der Meereskiefernextrakt Pycnogenol (ausgesprochen: pük-no-ge-nol) enthält eine einzigartige Kombination von Procyanidinen, Bioflavonoiden und organischen Säuren, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet. Der Wirkstoff, dessen Effektivität und Sicherheit in rund 400 Studien bestätigt wurde, ist in mehr als 700 Nahrungsergänzungsmitteln, Multivitaminpräparaten und Gesundheitsprodukten weltweit enthalten.

Dabei beginnt die Geschichte von Pycnogenol schon sehr viel früher, nämlich mit der Erkenntnis, dass die Ureinwohner Nordamerikas mindestens seit dem 16. Jahrhundert einen Extrakt aus Kiefernrinde gegen Skorbut verwendeten. Ein kommerzieller Extrakt aus der Rinde der französischen Meereskiefer wurde dann 1953 in Frankreich unter dem Namen Pycnogenol entwickelt. Der Name leitet sich aus der griechischen Umschreibung dafür ab, dass die großen Bioflavonoid-Nährstoffe durch die Verbindung mit kleineren Bioflavonoid-Molekülen in der Rinde gebildet werden.

In den 1970er Jahren war Pycnogenol bereits für seine entzündungshemmende Wirkung und die Verbesserung der Gesundheit von Kapillargefäßen und der Haut bekannt. Inzwischen belegen vielfältige Studien die positiven Effekte des Naturextraktes auf Herz und Kreislauf. Pycnogenol stärkt das Immunsystem und hilft, die Blut- und Kapillargefäße kräftig, flexibel und offen zu halten.

Pycnogenol ist ein starkes natürliches Antioxidans, schützt also den menschlichen Körper vor aggressiven freien Radikalen. Es trägt dazu bei, dass der Alterungsprozess in den Zellen verlangsamt wird. Zudem unterstützt Pycnogenol einen aktiven Lebensstil und fördert die allgemeine Vitalität, indem es zu mehr körperlicher Kraft und besserer geistiger Gesundheit verhilft.

Pycnogenol auf Reisen

Reisen ist schön! Wären da nur nicht die vielfältigen Probleme, die langes Sitzen auf engem Raum, z.B. im Flugzeug oder im Auto, mit sich bringen. Die daraus resultierende mangelnde Bewegung führt allzu häufig auch zu Ödemen, krankhaften Wasseransammlungen im Körper. Diese wiederum gehören zu den Hauptrisikofaktoren für tiefe Venenthrombosen. Rund 10 Prozent der Passagiere auf Langstreckenflügen sind von Thrombosen gefährdet – Menschen mit Bluthochdruck haben ein noch höheres Risiko.

Auch der sogenannte Jetlag, der insbesondere nach Langstreckenflügen mit dem Durchqueren mehrerer Zeitzonen droht, betrifft viele Reisende. Die American Sleep Association spricht von 93 Prozent der Reisenden, die unter Jetlag leiden. Grund ist der rasche Wechsel der Zeitzonen, der die innere Uhr vorübergehend durcheinander bringt.

Hier setzt Pycnogenol ein – eine aktuelle Studie von 2018 bestätigt, dass der Pflanzenextrakt das Auftreten von Unterschenkelödemen bei Langstreckenflügen und auf langen Autofahrten deutlich senken kann – und das effektiver als das unangenehme Tragen von Kompressionsstrümpfen. Zudem verbesserten sich typische Jetlag-Symptome wie Müdigkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsstörungen.